Programm

15. Jul 17 Uhr
Vortrag
# Resonanzen - Eigentum und Rechtmäßigkeit Teil 2
Vortrag
Kein Schöner Archiv (Nuray Demir und Michael Annoff)
Die begleitende Gesprächsreihe „#Resonances“, kuratiert von Nikola Hartl, widmet sich inmitten der Ausstellung in der Alten Kelter Fellbach jeweils einem Schwerpunkt der Triennale Kleinplastik. Bei #2 Resonances am Donnerstag und Freitag, 14. und 15. Juli 2022, stehen die Themen Eigentum und Rechtmäßigkeit im Vordergrund. Der Eintritt ist frei.

KEIN SCHÖNER ARCHIV Spezial - Michael und Nuray bauen ihr Traumhaus

Mit einem Input in Form einer Lecture-Performance von Michael Annoff und Nuray Demir (Kein Schöner Archiv) beginnt der zweite Teil von #2 Resonances. Die Geschichte Deutschlands ist untrennbar mit Migration verbunden. „Kein schöner Archiv“ dokumentiert das immaterielle Erbe der postmigrantischen Gesellschaft. Immaterielles Erbe lebt von der Wiederholung und Weitergabe lebendiger Kultur. Es lässt sich nicht einfach in einen Schaukasten sperren. Michael Annoff und Nuray Demir sammeln gemeinsam Geschichten und Traditionen, die sonst vergessen werden würden, und feiern mit Gästen und Publikum. Zu Gast in Fellbach greifen Michael und Nuray die Tradition des Häuslebauens auf: Wohin nur mit all ihren Schätzen?

Michael Annoff ist politischer Anthropologe, Kurator und Performer. Michael Annoffs Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich performativer Kultur, Identitätspolitiken und sozialer Gerechtigkeit im Kulturbereich. Seit 2018 dokumentiert Michael Annoff gemeinsam mit der Künstlerin Nuray Demir im Projekt „Kein schöner Archiv“ das immaterielle Erbe der postmigrantischen Gesellschaft. Michael Annoff's Stationen waren zum Beispiel am Haus der Kulturen der Welt, dem Museum für Kunst & Gewerbe Hamburg und dem HAU Hebbel am Ufer. 2016-2022 arbeitete Michael Annoff an der Fachhochschule Potsdam im Lehrgebiet „Kultur & Vermittlung“.

Nuray Demir ist Künstlerin/Kuratorin im Bereich der bildenden und darstellenden/performativen Künste. Ihre Praxis zeichnet sich durch einen forschungsbasierten, radikal transdisziplinären Ansatz aus. In ihren Projekten bildet sie temporäre Ensembles mit Menschen aus verschiedenen Bereichen. Ihr besonderes Interesse gilt den Debatten und Konzepten der feministischen und postkolonialen Theorie. Nuray Demirs Arbeit ist geprägt von einem kritischen Blick auf soziale Ausgrenzung und komplexe hierarchische Situationen; sie skizziert künstlerische Irritationen und Gegenpositionen und formuliert einen Raum, in dem soziale Gleichheit imaginiert und gestärkt werden kann.

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